Klimawandel stoppen? So wird das nix!

 

 

Derzeit ist in Bayern ja Wahlkampf. Im Rahmen dessen und als politisch Interessierte (und nicht als Kandidatin) war ich kürzlich auf zwei Podiumsdiskussionen: eine war in Landsberg und eine in Geltendorf. 

Ich muß sagen, nach dem Besuch der Veranstaltungen habe ich innerlich gekocht.

Warum? Die Partei, deren Namen ich nun jetzt NICHT nennen werde – jeder kann sich seinen eigenen Teil dazu denken – geht damit hausieren, daß sie eine „ideologiefreie Forschung“ möchte, besonders im Hinblick auf eAutos. Denn die Technologie stecke ja noch in den Kinderschuhen.   Und ein Besucher, von dem bekannt ist, daß er dieser Partei in Landsberg nahe steht, erzählte, er sei kürzlich an einem Gletscher gewesen, und er kann sich nicht vorstellen, daß der Mensch noch irgendwas tun könne, um den Klimawandel zu verlangsamen.

Ich kann’s wirklich nicht mehr hören: Diese Partei – wie auch Trump – leugnet den Klimawandel. Und würde am liebsten Gallone um Gallone Öl verfeuern um noch mehr zur Erderwärmung beizutragen, anstelle auf regenerative Energien umzusteigen. Und hier gibt es bei weitem nicht nur die vielzitierte Windenergie. Oder aber neue AKWs bauen.

Derweil gibts Tote in Mallorca, bei einem noch selten dagewesenen Unwetter, und vor wenigen Tagen tobte ein Hurrican der Kategorie 4 durch Florida. Weltweit steigt nicht nur der Meeresspiegel und die Zahl der Erdrutsche, sondern auch noch die Zahl verheerender Waldbrände und die Zahl der Klimaflüchtlinge. Extremwetterereignisse treten häufiger und heftiger auf, aber ich glaube, eine gewisse Personengruppe würde den Klimawandel selbst dann noch leugnen, wenn sie mitten in Deutschland von einem Tornado nach Oz geblasen würde.

Deutschland war dieses Jahr so trocken wie lange nicht mehr, so sehr, daß Flüsse derart Niedrigwasser hatten, daß Munition aus dem zweiten Weltkrieg dort auftauchte. Andere Flüsse oder Bäche gar trockneten ganz aus und der Edersee gab die Brücke eines seinerzeit gefluteten Dorfs frei, so daß Besucher über jene spazieren konnten, was sonst nur in mehreren Metern Wassertiefe möglich wäre.

Und weil das ja noch nicht reicht, wollen Millionen von Deutschen den Diesel „retten“. Weil es ja kein günstigeres Auto als einen Diesel gibt, besonders als Pendler.

Hält man dagegen, wie viel günstiger ein Hybrid in Unterhalt und Verbrauch ist, kommt wieder die alte Leier, das wäre ja alles noch nicht erforscht und nix wäre billiger als ein Diesel blablabla…. Spätestens wenn man vorrechnet, wie viel alleine man an Steuern spart, ist man in dieser Runde überflüssig und kann froh sein, nicht umgehend des Tisches verwiesen zu werden.

Nur mal so: wir fahren mittlerweile den zweiten Prius aus Überzeugung, weil wir noch kein Auto gefunden haben, das in dieser Größe derart günstig im Unterhalt ist, und unser Zweitauto ist ein kleiner eFlitzer, den wir seit 2015 fahren.

Unser Hybrid, der Prius (kleine Randnotiz: der erste Prius fuhr bereits in den 80er Jahren als Testauto über die Straßen, und wird seit 1997 in Serie verkauft – also seit mehr als 20 Jahren!), kostet uns 36 Euro Steuern im Jahr (mein A3, ein Diesel, kostete uns 340 Euro Steuern im Jahr, also mehr als das zehnfache) und braucht nur etwas mehr als 4 Liter auf 100 Kilometer, während der A3 – damals schon sparsam – 7 Liter Diesel auf 100 Kilometer brauchte. Wir verbrauchen also fast 3 Liter auf 100 Kilometer weniger Treibstoff als früher, und rechnet man unseren kleinen eFlitzer mit ein, mit dem ich mittlerweile in die Arbeit fahre, sparen wir noch weitaus mehr.

Seit Anfang Oktober arbeite ich nun 10 Kilometer von zuhause entfernt, und unser kleiner Flitzer kann nicht nur 80 km/h fahren, sondern hat – bei der Art der Strecke die ich fahre – ca. 60 km Reichweite mit einer Ladung. Die Ladung selbst kostet übrigens in etwa so viel, als würde ich mein Smartphone aufladen.

-> Edit: Ich hatte hier falsche Zahlen im Kopf. Eine Ladung für den Twizy sind ca. 6 Kilowattstunden was in etwa 1,50 € entspricht, je nach Strompreis. Ist aber – finde ich – immer noch günstiger als mit einem herkömmlichen Benzinmotor. (Ich finde auch Wasserstoffautos gut, aber leider haben wir hier noch eine schlechte Infrastruktur was das Tanken angeht. Was schade ist, denn Wasserstoff fällt in der Industrie so oder so als Abfallprodukt an – dann hätte man da gleich Verwendung dafür. Hier gefällt mir der Mirai von Toyota recht gut, aber der ist leider noch etwas teuer….)

Und ich brauche keinen Starkstrom dafür, da reicht eine stinknormale Steckdose in der Tiefgarage, über die ich auch einen Staubsauger anschließen kann. Der Strom kommt bei uns von EON, und dort wo ich wohne, gewinnt EON diesen aus reiner Wasserkraft. (Die Bahn fährt übrigens mit Kohlestrom)

Natürlich verbrauchen auch wir noch weiterhin CO2, aber doch bei weitem weniger als mit herkömmlichen Autos, ohne etwas von unserer Mobilität einzubüssen. Das einzige, was wir einbüßen, ist ein Teil unserer Kosten. Abgesehen davon, daß der Fahrspaß bei beiden Autos nicht zu kurz kommt.

Also soll mir niemand erzählen, daß Hybrid- und Elektrofahrzeuge noch in den Kinderschuhen stecken!

Dieselfahrzeuge haben meiner Ansicht nach nur da eine Berechtigung, wo es noch keine wirkliche Alternative gibt. Das Gleiche gilt für Spritschleudern die nur aus Prestigegründen gekauft werden. Wer einen SUV will kann sich zum Beispiel den C-HR von Toyota holen, der ebenfalls nur etwas mehr als 3 Liter auf 100 braucht.

Wenn diejenigen, die sich jetzt ein neues Auto zulegen, nicht auf einem Diesel oder ein anderes Auto bestehen, das mehr als 5 Liter Treibstoff auf 100 benötigt, wäre schon viel fürs Klima getan. Natürlich sollte man sich dann nicht jedes Jahr ein neues Auto kaufen, sondern sein Fahrzeug möglichst lange fahren. Auf lange Sicht sind E-Autos und Hybride durch die hohe Laufleistung (unser letzter Prius schaffte immerhin 257.000 km und wurde nur ersetzt, weil der Benzinmotor langsam schwächelte, nicht die Batterie – welche noch die Originale aus der Fabrik war) ökologischer und ökonomischer als herkömmliche Autos.

Dazu sollte man bedenken: Nur weil ein Benziner oder Diesel anfangs eine bessere Klimabilanz aufweist, wird auch dieses Fahrzeug nicht klimaneutral gebaut, im Gegenteil!

Was ich mir auch wünschen würde: Neue Energiekonzepte oder auch neue Beleuchtungskonzepte. Seit Jahrzenten, wenn nicht gar seit Erfindung der Gaslampen im vorletzten Jahrhundert, beleuchten wir unsere Städte sobald die Dämmerung in Sicht ist. Lange Zeit war das aus Sicherheitsgründen auch dringend notwendig, heute weiß man, daß es nicht nur eine „Luftverschmutzung“ sondern auch eine „Lichtverschmutzung“ gibt, die auch schädlich für Mensch und Natur ist.

Seit einiger Zeit gibt es die tolle Erfindung des Bewegungsmelders – warum findet sich nicht ein findiger Erfinder, der ein Beleutungskonzept für Städte entwirft, wo immer nur der derzeit benötigte Teil illuminiert wird? Man könnte Schaufenster- und Straßenbeleuchtungen mit intelligenten Bewegungsmeldern ausstatten, die immer dann für die nötige Beleuchtung sorgen, wenn sich jemand auf 300 Metern nähert. Das wäre mehr als genug Licht! Muß eine ganze Stadt oder ein Dorf die ganze Nacht lang hell erleuchtet sein, wenn vielleicht nur einer auf der Straße unterwegs ist? Man denke mal an die Unmengen an Energie, die man damit einsparen könnte!

Dazu kann jeder für sich überlegen, ob er zum Beispiel wirklich Licht braucht, wenn das Zimmer durch die Sonne hell erleuchtet ist, oder ob man die Wohnung im Winter wirklich auf 25 Grad heizen muss, wenn man schon bei 21 nicht mehr friert.

Und dann kriegen wir – vielleicht – auch noch den Rest hin, und retten unser Zuhause – unsere Erde – für die nächste und die übernächste Generation. Anstatt immer nur „denkt an die Kinder!“ zu rufen und sich im nächsten Laden nach dem neuesten Amarok umzuschauen.

Melanie Tietgen
Melanie Tietgen

Digitalisierung ist nicht nur für Berufstätige wichtig

Vergangenes Wochenende haben wir, also mein Mann, mein Opa und ich wieder einmal meinen Onkel besucht.

Ich kenne meinen Onkel Zeit meines Lebens als Einwohner eines Pflegeheims der Barmherzigen Brüder. Ich bin ja nun doch schon im meinem 43. Lebensjahr, man kann also sagen, ich kenne auch das Heim schon sehr lange. Im Lauf der Zeit konnte ich miterleben, wie das Haupthaus um diverse Nebenbauten und auch moderne Technik erweitert wurde. Zu letzterer zählt zum Beispiel ein Touchdisplay in der Nähe der Cafeteria, das wichtige Informationen zum Heim und auch den wöchentlichen Speiseplan in der Kantine anzeigt. Auch die angebotenen Werkstücke im Werkstattladen haben sich mit den Jahren verändert und dem Zeitgeist angepasst.

Was jedoch auffällt, und noch nicht aktuellen Bedürfnissen angepasst wurde: In der Cafeteria, wo sich viele Bewohner und deren Besucher aufhalten, gibt es noch immer kein WLAN. Soweit ich informiert bin gibt es hier Verwaltungshürden.

Jetzt kann man natürlich sagen, ist ja egal, wenn es da kein WLAN gibt.  Die Bewohner brauchen das nicht.

Aber: Mag sein, daß in diesem Pflegeheim überwiegend geistig behinderte Pflegebedürftige wohnen, aber deshalb sind diese noch lange nicht dumm. Mit meinem Onkel zum Beispiel – der gut auf Medikamente eingestellt ist – kann man sich sehr gut über aktuelle Geschehnisse unterhalten. Er ist immer gut informiert.

Eine Wohngruppe ist sogar so eigenständig, daß eine Wohnung im nächstgelegenen Ort angemietet wurde und diese Wohngruppe nun eine WG gebildet hat und den Großteil des Alltags dort selbständig meistert.

Mit anderen fällt die Kommunikation etwas schwerer, aber immer mehr von den Bewohnern haben bereits Smartphones.

Mein Onkel selbst besitzt zwar kein Smartphone, er ist letztes Jahr in Rente gegangen und ist der Meinung, keines zu benötigen, aber die meisten seiner Mitbewohner sind jünger als er und nutzen natürlich auch WhatsApp.

Und klar: Wo kein WLAN und kein Internet (LTE ist dort ein Fremdwort, man bekommt maximal E), da auch kein WhatsApp.

Ich möchte jetzt keine Werbung für diesen Messenger machen, es gibt ja auch noch Telegram, Threema oder andere dieser Art, aber alle haben sie eines gemeinsam: Die schnelle und unkomplizierte Art, mit anderen in Kontakt zu bleiben, vor allem mit Freunden und Familie. Ich persönlich finde, das ist ein wichtiger Schritt zur Inklusion, und gerade für Menschen, die nicht jederzeit hingehen können wo sie wollen, essentiell. Auch deshalb muß die Digitalisierung und der Ausbau der Infrastruktur vorangetrieben werden. Lassen wir auch Heimbewohner nicht im Regen stehen, die einen Großteil des Tages in der Cafeteria verbringen, und dort Gemeinschaft mit ihren Mitbewohnern suchen. Schließen wir sie nicht aus!

Inklusion und andere Herausforderungen

„Inklusion: Die Forderung nach sozialer Inklusion ist verwirklicht, wenn jeder Mensch in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert wird und die Möglichkeit hat, in vollem Umfang an ihr teilzuhaben oder teilzunehmen. Unterschiede und Abweichungen werden im Rahmen der sozialen Inklusion bewusst wahrgenommen, aber in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder gar aufgehoben. Ihr Vorhandensein wird von der Gesellschaft weder in Frage gestellt noch als Besonderheit gesehen. Das Recht zur Teilhabe wird sozialethisch begründet und bezieht sich auf sämtliche Lebensbereiche, in denen sich alle barrierefrei bewegen können sollen.“

Quelle: Wikipedia

Ich habe bewusst mit der Definition laut Wikipedia begonnen, damit sich jeder unter diesem Begriff etwas vorstellen kann. Inklusion wird meistens in Zusammenhang mit Behinderung genannt, aber setzt man sich mit der Definition genauer auseinander, so betrifft Inklusion eigentlich uns alle. Nicht nur Querschnittsgelähmte, Blinde, Taube oder sonst mit einer Behinderung geschlagene Menschen, sondern alle, die nicht der Norm entsprechen.

Und der Norm entsprechen nun mal die meisten Menschen – NICHT.

Es fängt schon damit an: ein bisher „gesundes“ Kind entwickelt eine Sehschwäche. Es benötigt eine Brille. Je nach Ausprägung der Sehschwäche kann es nun – oder kann es nicht – z.B. problemlos am Sportunterricht teilnehmen. Handelt es sich um einen Teenager, sind Kontaktlinsen eine Option, aber wie ist das mit Grundschulkindern? Da bleibt meist nur, daß das Kind mit Brille am Sportunterricht teilnimmt. Aber bestenfalls nur, wenn keine Ballspiele gespielt werden, denn eine Brille ist zerbrechlich. Nachdem wir in unseren Schulen meistens „genormten“ Sportunterricht haben, in dem alles mal durchgenommen wird, behaupte ich jetzt mal, daß das Kind das eine oder andere Mal auf der Bank sitzen muß. Hätten wir nun Schulen, in denen sich das Kind aussuchen kann, wie es den Sportunterricht verbringen möchte, wäre es einfacher. Beim Schwimmen z.B. gäbe es kein Problem, bei Jazzdance, beim Laufen…. Wie es erst aussehen mag, wenn ein Kind tatsächlich gehbehindert ist oder eine andere Art der Behinderung hat, das kann sich jeder selbst ausmalen.

Dabei ist die Sehschwäche schon sehr weit verbreitet, aber nicht mal hier funktioniert Inklusion, ganz abgesehen davon, daß man von der Krankenkasse zwar problemlos Akupunktur oder Gl(au)obuli erstattet bekommt, aber keinesfalls eine Brille. Nicht mal dann, wenn man ohne Brille nicht arbeitsfähig ist. Es gibt zwar die Möglichkeit einer „Bildschirmarbeitsbrille“, für die eigentlich der Arbeitgeber aufkommen soll, aber nicht jeder fordert diese von seinem Chef ein, nicht jeder hat einen Bildschirmarbeitsplatz, und damit nicht genug: Diese Brille ist formell gesehen das Eigentum der Firma. Wie kommt nun aber der Arbeitnehmer in die Arbeit, wenn er doch seine Brille erst dort aufsetzen kann? Und wer eine Brille sein eigen nennt, der weiß, daß es in den wenigsten Fällen reicht, in den nächsten Rossmann zu gehen und sich dort eine 5-Euro-Brille vom Ständer zu schnappen. Meistens wird eine entspiegelte Brille benötigt, weil man ja auch Auto fährt, und wenn dann noch unterschiedliche Sehstärken und vielleicht noch eine Hornhautverkrümmung dazu kommen, ist man schnell mehrere hundert Euro los. Selbst wenn man zu Fielmann oder Apollo geht.

Sehschwäche ist aber bei weitem nicht das Einzige, unter dem Millionen von Deutsche „leiden“. Übergewicht zum Beispiel ist auch auf dem Vormarsch. Natürlich trägt jeder Übergewichtige auch selbst Verantwortung, ich nehme mich da selbst gar nicht aus, aber man muß sich auch mal auf der Zunge zergehen lassen, wie schizophren unsere Gesellschaft mittlerweile ist: Jeder soll fit und gesund sein, möglichst viel Sport machen und sich gesund ernähren. Aber natürlich auch beruflich erfolgreich sein. Das sieht in der Realität meist so aus: Der Arbeitnehmer verlässt früh am Morgen das Haus, da das Home Office in den wenigsten Haushalten Einzug gefunden hat, was nicht zuletzt an der mancherorts grottenschlechten Internetverbindung liegt. Ist der Arbeitnehmer (AN) ein paar Minuten zu spät dran, steht er nämlich mindestens eine halbe Stunde im Stau, da sich die wenigsten eine Wohnung in der Stadt, wo die meisten jedoch arbeiten, leisten können. Also kann man für die Fahrt von und zur Arbeit einfach schon mal mindestens 1 Stunde rechnen, außer man hat das Glück in der Nähe etwas gefunden zu haben (falls man nicht gerade arbeitssuchend war und die Agentur für Arbeit einen zwingt einen Job anzunehmen, der am Arsch der Welt ist – denn zwei Stunden einfach sind ja „zumutbar“). Fährt man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, kann man froh sein, wenn man überhaupt am Ziel eintrifft. Ich sage nur „Stammstreckensperrung“, „Zugausfall“ und „vorzeitige Endstation“.

Endlich angekommen, liegen mindestens 8 Stunden Nettoarbeitszeit für Vollzeit berufstätigte AN vor einem. Mindestens, weil es in den meisten Berufen unrealistisch ist, den Stift nach 8 Stunden „fallen zu lassen“. Es wird unausgesprochen vorausgesetzt, daß man zu Überstunden – notfalls auch unbezahlt – bereit ist. Zwar gilt eine Stundengrenze von 10 Nettoarbeitsstunden, sogar gesetzlich (bis auf wenige Ausnahmen), aber allzu oft wird diese Grenze nicht eingehalten. In manchen Berufen ist dies schlicht auch nicht möglich, abgesehen davon, daß manch einer, der wirklich „den Stift fallen lässt“ mit seinem Job spielt. In München und Umgebung kann sich das kaum einer leisten, da schließlich irgendwer die Miete bezahlen muß. Hier könnte ich einen weiteren Blogbeitrag nur über die Immobilien- und Mietpreise und die Lebenshaltungskosten in München und Umgebung allgemein schreiben, ich denke aber, jeder, der in dort wohnt, weiß genau, was ich meine.

Gut, also gehen wir davon aus, daß wir einen Arbeitnehmer haben, der das Glück hat, nach 8einhalb Stunden heimgehen zu können. Realistisch gesehen, müssen wir auch davon ausgehen, daß er zu einer Zeit nach Hause fährt, zu der auch andere nach Hause fahren. Fährt er mit dem Auto, kann man schon mal eine halbe Stunde Stau drauf rechnen. Sind wir bei neun Stunden. Dann noch jeweils eine Stunde zur und von der Arbeit, sind wir schon bei 11 Stunden. Jetzt soll der Arbeitnehmer aber auch fit bleiben, sich mit seiner Familie beschäftigen, sich neben dem Job auch noch in seiner Freizeit weiterbilden, und sich gesund ernähren, also möglichst selbst und mit frischen Zutaten kochen, und – nicht zu vergessen: Ausreichend schlafen (also mindestens 7einhalb Stunden pro Nacht, weshalb also für sonstige Aktivitäten einschließlich Körperhygiene und Essen noch knapp 5 Stunden bleiben). Die frischen Zutaten sollte man aber tagesaktuell besorgen, so lange halten diese nämlich nicht, und Zeit fürs Kochen sollte man auch einplanen. Also entweder nimmt man das in Kauf, oder aber man greift auf Fertiggerichte zurück, in denen alles mögliche an Zutaten drin ist, das Meiste ungesund, das Wenigste frisch… Nicht gerade für ein gesundes Gewicht förderlich.

Aber ihr seht schon: Entweder bleibt das Familienleben auf der Strecke, weil man im Stau festsitzt, in der Muckibude abhängt oder in der Küche steht. Denn 5 Stunden sind sehr schnell vorbei, gerade, weil man 5 Stunden insgesamt für alle Aktivitäten außerhalb Arbeit und den Weg von und zu hat. Täglich. Also zweieinhalb Stunden morgens und zweieinhalb Stunden Abends, z.B.

Die berufliche Weiterbildung kann sich ohnehin keiner leisten, weil es da nämlich vom Staat nicht so einfach Zuschüsse zu diesen meistens in die Tausende gehenden Kurse gibt. Gleichzeitig schreien Industrie und Handel aber immer lauter nach Fachkräften….

Nun jedoch zurück zu unseren Übergewichtigen: Die meisten Stühle in Cafés, Flugzeugen, Kinos oder sonst wo sind nicht dafür ausgerichtet, daß ein Mensch von der Norm abweicht. Hat nun jemand nicht nur „ein paar Kilo Zuviel auf den Rippen“ kann das schon dazu führen, daß dieser Jemand nicht mehr ausser Haus gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, von den Anfeindungen, weil man nicht der Norm entspricht, ganz zu schweigen. Ich weiß hier genau wovon ich spreche, ich bin selbst stark übergewichtig. Mich selbst hat das in den seltensten Fällen davon abgehalten, zu tun, was ich tun wollte, meine Mutter jedoch hatte mehr Übergewicht als ich und nahm irgendwann tatsächlich nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teil. Sie ging zuletzt nicht mal mehr zum Einkaufen außer Haus, was sie schlussendlich das Leben kostete.  Alles fing damals damit an, daß einige in ihrer Gegenwart abfällige Kommentare äußerten und sie schief ansahen, im Lauf der Jahre machte sie unzählige Diäten, die alles nur noch schlimmer machten (Jo-Jo-Effekt) und dies führte dazu, daß sie am Ende dieser langen Diät-Karriere mehr auf die Waage brachte als zu Anfang.

Das krasse Gegenteil: Menschen mit Untergewicht, die solches aus den verschiedensten Gründen haben. Obwohl gesellschaftlich weit mehr akzeptiert als Übergewicht, kommt für viele jedoch auch der Punkt, an dem sie sich anhören müssen, sie wären magersüchtig oder zu faul zum essen, auch wenn die Ursache woanders liegt. Auch nicht wirklich witzig.

Jetzt kann manch einer sagen, „ich bin weder über- noch untergewichtig noch benötige ich eine Brille und fit bin ich auch“.

Ist dem so? Dann herzlichen Glückwunsch!

Aber haben Sie auch die Durchschnittsgröße von 1,80 m als Mann mit einem BMI von 27 und als Frau 1,66 m mit einem BMI von 26? Nein?

Tja – Pech gehabt. Die Hosen sind entweder zu lang oder zu kurz, zu weit oder zu eng geschnitten, das gleiche trifft natürlich auch auf sämtliche andere Kleidungsstücke zu, und bei Frauen will ich von den Vorbildern ohne Vorbau mit einem Maximal-BMI von 15 gar nicht erst anfangen. Übrigens Frauen mit Vorbau: BHs bekommt man nur hinterhergeworfen, solange man keine braucht. Sprich wenn Frau eine ordentliche Oberweite hat, hat sie auch schon verloren, da man nach BHs ab Körbchengröße D mit einer Unterbrustweite von mehr als 95 regelrecht suchen muß. Hat man aber „fast nix“ – also 75 A – bekommt man BHs an jeder Ecke.

Frauen, die dieses Problem kennen, werden aber verstehen, daß Frau gerade dann nicht ohne BH außer Haus gehen möchte. Dazu kommt, daß ein guter BH bei einer überdurchschnittlichen Oberweite wichtig ist, bewahrt er doch vor zusätzlichen Rückenschmerzen. Frau muß schließlich arbeitsfähig bleiben, womit wir wieder bei dem Problem wären, daß Mann und Frau auch in München und Umgebung von etwas leben muß….

Wir sehen: Das sind schon die alltäglichsten „Behinderungen“. Über- oder Untergewicht, Sehschwäche, ein Körper, der nicht der Norm entspricht, alles führt dazu, daß man im täglichen Leben das eine oder andere Problem hat. Gender-Probleme habe ich hier noch nicht mal angeschnitten oder Probleme, die das Alter(n) mit sich bringen.

Und was ich sagen will: Inklusion ist gut, Inklusion ist wichtig. Aber: Nicht nur für behinderte Menschen, sondern für jeden von uns. Indem jeder Einzelne und unsere Gesellschaft weniger egoistisch, weniger oberflächlich und individueller und toleranter denkt, fördern wir die Inklusion ganz automatisch. Und der Rest kommt dann (fast) von alleine. Denkt mal drüber nach!

Es ist mal wieder soweit

Ich bin wieder arbeitssuchend.

Das letzte Mal war das 2016 der Fall, als mein damaliger Arbeitgeber der Meinung war, verheerende Fehler von ein paar Jahren zuvor (die zu drastischen Verlusten in Millionenhöhe geführt hatten) unbedingt wiederholen zu müssen.

Ihr ahnt es schon: 2016 führte das erst zu Massenentlassungen im Unternehmen, ein Jahr später zur Insolvenz der besagten Firma. Unsere deutsche Niederlassung wurde vom Mutterkonzern in den USA mit der Begründung dichtgemacht, dass die Zahlen nicht stimmen würden. Es gibt noch mehr Gründe. Aber diese aufzuführen würde zu lange dauern. Sagen wir einfach: Aus alten Fehlern nix gelernt, nicht mal bis morgen gedacht und dann mit Vollkaracho gegen die Wand gedonnert – um umzudrehen, und dann nochmal mit der Rückseite auch mit Vollkaracho gegen die Wand zu fahren.

Damals habe ich auch Personalvermittlungen damit beauftragt, mir eine adäquate Stelle zu suchen. Den Zuschlag bekam eine Zeitarbeitsfirma, welche auf Kununu gute Bewertungen hatte. Der Kunde war ein Unternehmen in Germering, welcher eine Auftragssachbearbeitung mit „langfristiger Perspektive“ suchte. Tja, ein Jahr später entschied man sich, die Abteilung umzustrukturieren und die Stelle mit einer Vertriebsassistentin zu besetzen, da man die Stelle vertriebsorientierter ausrichten wollte. (Wieder ein Jahr später stellte sich heraus, daß es ohne Auftragsabwicklung eigentlich auch nicht geht, weil die Vertriebsassistentin dafür einfach zu viel zu tun hat, aber das ist eine andere Geschichte).

Meiner einer bekam dann einen neuen Einsatz, dieses Mal bei einem Unternehmen in Freimann. Die Fahrt zum Vorstellungsgespräch und auch die Fahrten in und von der Arbeit nach Hause verliefen die ersten 6 Wochen störungsfrei und dauerten selten länger als 30 Minuten einfach. Der Grund dafür lag, wie ich Mitte September herausfinden sollte, bei den Sommerferien. Als diese dann vorbei waren, war ich froh, wenn meine Fahrt einfach „nur“ 60 Minuten dauerte. Natürlich informierte ich meine Personaldisponentin über diesem Umstand, und dass dies so kein Zustand sei, aber

a) ich bekam erst nach 3 Wochen mehrmaliger Mails überhaupt eine Rückmeldung, daß sie meine Mails gelesen hatte (telefonisch war sie nicht erreichbar)

b) meine Disponentin rechnete anscheinend felsenfest damit, daß ich, wie andere vor mir schon, vom Unternehmen fest übernommen würde, was für sie bestimmt eine schöne Provision gegeben hätte und

c) kümmerte sich deshalb nicht um mein Anliegen, mir einen anderen Einsatz zu suchen, obwohl sie mir das mehrmals versicherte. Also kümmerte ich mich selbst darum, dort wegzukommen, da sich meine Motivation, einfach bis zu 2 Stunden in die Arbeit oder nach Hause zu brauchen, gelinde gesagt doch arg in Grenzen hielt. Auch die Aussicht der Übernahme in ein Festverhältnis zum Entleiher, das auf 3 Monate (ja, richtig gelesen – 3!!!!!!!!!!!!!!!!!!! – Monate) angelegt gewesen wäre, ließ mich auch nicht in Freudenschreie ausbrechen.

Was dazu führte daß

d) mir meine Disponentin, als ich dann selbst mehr als 6 Wochen vor dem ersten Tag der neuen Stelle kündigte, auch noch versuchte Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Kununu taugt auch nichts mehr.

Gefunden hatte ich mit Hilfe einer anderen Personalvermittlung eine Stelle in der Nähe von Sulzemoos, unbefristet, in Festanstellung, gute Rahmenkonditionen, mit einem einfachen Arbeitsweg von nicht mal 20 km. Perfekt also, dachte ich.

Eingestellt wurde ich als Sachbearbeiterin für Reklamationen. Soweit so gut, alles hätte ein schönes Ende haben können, gekrönt durch die Tatsache, daß meine Ex-Disponentin auch nicht mehr in meiner vorhergehenden Zeitarbeitsfirma tätig ist. Es war eine große Erleichterung für mich, das zu lesen, da ich sonst eine künftige Zusammenarbeit mit dieser kategorisch ausgeschlossen hätte (auf die Gefahr hin, wieder diese Disponentin zu bekommen – wohlgemerkt, die beiden anderen die ich zuvor dort hatte waren das genaue Gegenteil: aufmerksam, auf mein und das Wohl des Kunden bedacht, umsichtig und verständnisvoll).

Wäre da nicht…. Ja, wäre da nicht die Tatsache, daß auch dieses Unternehmen sich in Zeiten der Umstrukturierung des Unternehmens gedacht hat, meine Abteilung anders auszurichten. Ironie des Schicksals: Ich erhielt meine Kündigung innerhalb der Probezeit, weil die Abteilung mehr in Richtung Vertrieb ausgerichtet werden soll. Und ich eben zwar – Zitat: „eine gute Sachbearbeiterin“ bin – „aber eben nicht mehr“. Sprich: Ich bin nicht gut im Vertrieb. Die Stelle war so auch nicht ausgeschrieben, es stand davon nichts in meiner Stellenbeschreibung oder im Arbeitsvertrag, und hätte man mir das von Anfang an gesagt, hätte ich den Job vermutlich gar nicht erst angenommen.

Nichtsdestotrotz habe ich viel gelernt, was ja nun auch nicht schadet.

Aber was ich eigentlich erzählen wollte: Nun hab ich das Kreuz mit der Agentur für Arbeit.

Dann stelle ich mich mal vor

Melanie Tietgen
Ich glaube ich muss mich mal kurz vorstellen. Mein Name ist Melanie Tietgen, ich bin 42 und kandidiere für die FDP für den Bezirkstag.
 
Aber darüber hinaus bin ich auch noch vor allem eines: Eine ganz normale Privatperson wie jede andere auch, mit Problemen wie andere sie auch haben.
 
Als Kandidatin kann ich als Argument, warum man mich in den Bezirkstag wählen sollte, immer anbringen, dass ich – was Pflege betrifft – damit schon in Berührung gekommen bin. Ich pflege zwar selbst niemanden, aber ich bin Betreuerin meines Onkels, der seit fast 40 Jahren im Pflegeheim für Menschen mit Behinderung lebt. Mein Vater wird dieses Jahr 73, benötigt aber auch dauernde Pflege, und lebt daher im Seniorenheim, wie es heute so schön heißt. Und mein Opa ist letzte Woche 90 geworden, ist aber noch körperlich und geistig fit. Das einzige was er nicht mehr kann, ist alleine einkaufen, Rad fahren und eher kleinere Dinge. Er legt sehr viel Wert auf Unabhängigkeit.
 
Meine Mutter ist vor 5 Jahren jung gestorben (mit 54) und daher konnte sie nicht mehr die Nachfolge meines Opas als Betreuerin antreten. Das haben wir den zuständigen Behörden damals auch gemeldet, mein Opa und ich, und als wir mich als Nachfolgebetreuerin eintragen wollten, merkte die Dame von der Behörde richtigerweise an, dass es vielleicht gut wäre, wenn ich gleich die Betreuung meines Onkels übernähme.
 
Mein Onkel ist Gott sei Dank glücklich in seinem Zuhause, seit kurzem auch in Rente, und sozusagen „aufgeräumt“. Mein Vater dagegen baut immer mehr ab und manchmal frage ich mich, was er noch mitbekommt, und was nicht. Für meinen Vater übernehme ich den sämtlichen Papierkram, kümmere mich, wenn er etwas braucht und verwalte seine Finanzen. Ich bin quasi Betreuerin ohne offiziellen Auftrag, immerhin haben wir uns vor einiger Zeit jedoch eine Vorsorgevollmacht von ihm erteilen lassen.
 
Aus Erfahrung weiß ich, dass es ansonsten schwer wird, irgendwas zu entscheiden, sollte mal „Not am Mann sein“. Als meine Mutter damals im Krankenhaus war und wir überlegten, was das Beste für sie sei, damit sie schnell wieder gesund würde, stießen wir sehr schnell an unsere Grenzen. Man muss schon fast sagen glücklicherweise, musste sie damals dann in die Kurzzeitpflege, sonst hätten wir keine Chance gehabt. Jemand, der voll geschäftsfähig ist, jedoch keine Einsicht zeigt, und der niemanden mit einer Vorsorgevollmacht betreut hat, ist ein sehr schwieriger Patient. Dazu kommt, die Sturheit meiner Mutter war auch nicht ganz unschuldig daran, dass sie auf die Intensivstation kam. Denn eigentlich hätte sie für Nachts eine Sauerstoffmaske benötigt, diese lehnte sie jedoch kategorisch ab, da diese zu laut sei. Nach einigen Jahren hatte sie dann blaue Lippen, ein Zeichen dafür, dass sich das CO2 in einer giftigen und bereits lebensgefährlichen Konzentration im Blut angereichert hatte. Also baten wir sie, zum Arzt zu gehen – auch das verweigerte sie. Ins Krankenhaus kam sie dann aber doch noch –  wegen Verdacht auf einen Harnwegsinfekt.
 
Bei meinem Vater hingegen lag der Fall etwas anders. Vor dem Tod meiner Mutter hatte er bereits einige Schlaganfälle gehabt (die „stillen“, von denen man erst hinterher erfährt), und familiär vorbelastet ist er leider auch. Nach dem Tod meiner Mutter ließ er sich immer mehr gehen (und es war vorher schon nicht wirklich ideal) und achtete noch weniger auf sich.
 
Mein Bruder holte ihn zu sich in die Nähe in eine Wohnung, um im Fall eines Falles schneller eingreifen zu können. Wir engagierten eine Haushaltshilfe, es war ein Büro der AWO zur Unterstützung im Haus (fast wie betreutes Wohnen – nur ohne Betreuung über Nacht) und es kam sogar morgens und Abends ein Pflegedienst vorbei, um meinen Vater bei der täglichen Hygiene zu unterstützen (da er irgendwann nicht mehr von alleine duschen oder sich waschen ging). Eine Zeitlang ging alles gut, nur es kam der Tag, an dem er vergas, seine Blutdruckmedikamente zu nehmen. Dies verursachte Gehirnblutungen und mein Bruder und ich beschlossen, dass mein Vater unter diesen Umständen nicht mehr alleine zuhause bleiben konnte. Mein Bruder und seine Frau sind selbständig, und ich konnte es mir aus finanziellen Gründen nicht leisten, einfach zu arbeiten aufzuhören, um meinen Vater pflegen zu können. Also blieb nur die Seniorenresidenz.
 
Wie bereits erwähnt ist mein Bruder selbständig, meine Mutter verstorben, der Bruder meiner Mutter ist im Pflegeheim, der Vater meiner Mutter 90 und der einzige Bruder meines Vaters bereits vor Jahren verstorben, ebenso wie meine Oma, die Mutter meiner Mutter.
 
An Verwandtschaft gibt es noch die über 80jährige Schwester meines Opas und zwei Nichten meines Opas – die Töchter seiner verstorbenen Schwester. Sie sind Ende / Anfang 70 und deren Kinder haben mein Opa und ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Mehr Familie gibt es nicht, sieht man von meiner Schwiegerfamilie ab.
 
Mein Mann hat 5 Geschwister, und seine Eltern sind glücklicherweise noch nicht pflegebedürftig, und sein Großvater, der es ist, weit weg im hohen Norden Deutschlands. Seine Großmutter ist noch rüstig.
 
Letzten Endes muss man schon sagen: Wer in meiner Familie sollte sich um meinen Vater, Onkel und Großvater kümmern, wenn nicht ich?
 
Auch wenn ich mit der Pflege / Betreuung in unterschiedlichem Ausmaß betraut bin, so bedeutet dies doch auch Verantwortung, und setzt ein „Sich Kümmern“ voraus.
 
Als Wahlkampfargument ist das natürlich super – erzählt man das, finden die Leute im Umfeld es auch immer toll und bewundernswert, dass man sich kümmert. Und dass man die Verantwortung nicht einfach abschiebt.
 
Betrifft es aber die Freizeitplanung, das auch das Umfeld betrifft, steht das auf einem anderen Blatt…  Die wenigsten haben ein Bewusstsein für die Umstände oder Probleme, die sich aus dieser Situation ergeben.  Diese Geschichte soll jedoch ein andermal erzählt werden.